Amardeo Sarma, Geschäftsführer
Amardeo Sarma ist Ingenieur mit Abschlüssen in Elektrotechnik vom IIT Delhi und der TU Darmstadt und ist seit Mitte der 1980er Jahre in der Skeptikerbewegung aktiv. Er ist Mitbegründer von GWUP, ECSO, WePlanet und der SDL Forum Society. Er setzt sich für Wissenschaft und kritisches Denken ein und hat in letzter Zeit verstärkt über die globale Erwärmung, rationale Lösungen und die Bekämpfung von Mythen über die Kernenergie geschrieben. Außerdem hat er über das Grabtuch von Turin, die Historizität Jesu, die moderne Landwirtschaft und die Homöopathie geschrieben. Er koordinierte 1991 den ersten Wünschelrutenversuch der GWUP, veröffentlichte die Ergebnisse in Skeptiker und geriet mit Parapsychologen aneinander. Er war Mitbegründer des Vereins Ökomoderne e. V., heute eine deutschsprachige Sektion von WePlanet. Im Jahr 2023 gründete er zusammen mit zwei anderen die gemeinnützige Gesellschaft Scientific Temper gUG (haftungsbeschränkt), die wissenschaftliches Denken, Bildung, insbesondere in Schulen weltweit, und rationale Lösungen für anstehende Probleme fördert. Beruflich hat er in den Bereichen Telekommunikation, Spezifikationssprachen und Sicherheit gearbeitet. Amardeo war bis 2023 General Manager der NEC Laboratories GmbH und ist nun Geschäftsführer von Scientific Temper. Er ist seit 45 Jahren Mitglied der SPD.
Manfred Körkel, Gesellschafter
Manfred Feodor Körkel studierte Nachrichtentechnik an der Technischen Hochschule Darmstadt und ein Semester Musiktheorie bei Johannes Fritsch an der Akademie für Tonkunst. Er promovierte über ein schwer lösbares mathematisches Entscheidungsproblem. Er arbeitet seit Mitte der 80er Jahre mit Amardeo Sarma in der Skeptikerbewegung zusammen und ist Gründungsmitglied der GWUP. Feodor hatte das Glück, beim GWUP-Wünschelrutentest 1990 in Kassel auch mit James Randi zusammenarbeiten zu dürfen. Er recherchierte zu falschen Theorien über die ägyptischen Pyramiden. Neben seinem naturwissenschaftlichen Interesse nahm er seit 1978 regelmäßig an musikwissenschaftlichen Tagungen teil. Sein besonderes Interesse gilt den Grundlagen der evolutionären Kognition und der Erkenntnistheorie. Beruflich war Feodor in der Telekommunikationsbranche mit der algorithmischen Behandlung schwieriger mathematischer Optimierungsprobleme befasst. Feodor vertritt eine links-liberal universalistische Haltung.
Hans Ajiet Holtkamp, Gesellschafter
Hans Ajiet Holtkamp ist Diplom-Physiker, seit 1995 Geschäftsführer der disynet GmbH und Mitbegründer der GWUP, des WePlanet DACH. e.V. (vormals Ökomoderne e.V.) und jetzt der Scientific Temper gUG. Seit seinem Besuch der Experimentalphysik-Vorlesung von Prof. Heinloth 1984 (Enquete-Kommission "Schutz der Erdatmosphäre" des Deutschen Bundestages) versucht er auf die Gefahren des anthropogenen Klimawandels aufmerksam zu machen. 1986 schrieb er zwei Artikel über den Klimawandel für die Zeitschrift "Stör-Operator" der Fachschaft Physik in Bonn. Mitglied der Partei der Humanisten wurde er kurz nach deren Gründung 2014, um fakten- und evidenzbasierter Politik eine Chance zu geben. Er war zeitweise Mitglied im Bundes- und Landesvorstand und kandidierte für die Partei der Humanisten für den Landesverband NRW zur Bundestagswahl 2017. Er war Autor/Mitautor der ersten Positionspapiere der Partei zu Kernenergie/Klima. Der Universalismus und der universalistische Anspruch der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 liegen ihm besonders am Herzen.
Luke Jakob, Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Luke Jakob ist Psychologe mit einem Masterabschluss der Justus-Liebig-Universität Gießen im Bereich Kognitionspsychologie. In seiner Masterarbeit beschäftigte er sich mit der Wahrnehmung, Verbreitung und emotionalen Bewertung von Fake News sowie mit präventiven Ansätzen zur Eindämmung von Desinformation. Sein besonderes Interesse gilt den kognitiven Mechanismen, die Polarisierung, Wissenschaftsskepsis, Radikalisierung und Verschwörungsmentalität begünstigen – und der Frage, inwiefern kritisches Denken als Schutzfaktor oder als Instrument zur Deradikalisierung wirken kann. Darüber hinaus interessiert er sich für interdisziplinäre wissenschaftliche Fragestellungen und engagiert sich für eine verständliche und evidenzbasierte Wissenschaftskommunikation. Seit März 2025 ist er Teil von Scientific Temper, um sich für eine aufgeklärte, wissenschaftsfreundliche und humanistische Gesellschaft einzusetzen.
Jim Alcock
Jim Alcock (*1942) ist ein kanadischer Psychologe, Wissenschaftskommunikator und einer der international bekanntesten Vertreter des wissenschaftlichen Skeptizismus. Er absolvierte ein Physikstudium an der McGill University und promovierte anschließend in Sozialpsychologie an der McMaster University. Den größten Teil seiner akademischen Laufbahn verbrachte er an der York University in Toronto, wo er als Professor für Psychologie tätig war und heute emeritiert ist.
Alcock forscht insbesondere zur Psychologie des Glaubens, zur Entstehung von Überzeugungen sowie zur kritischen Prüfung außergewöhnlicher Behauptungen. International bekannt wurde er durch seine wissenschaftlichen Analysen paranormaler und pseudowissenschaftlicher Behauptungen sowie durch sein Engagement für evidenzbasiertes Denken. Er ist Fellow des Committee for Skeptical Inquiry (CSI) und langjähriges Mitglied der Führungsgremien sowie der Redaktionsbeiräte dieser Organisation.
Als Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Bücher hat er wesentlich dazu beigetragen, die Bedeutung kritischen Denkens, wissenschaftlicher Methoden und intellektueller Redlichkeit in der öffentlichen Debatte zu stärken. Für seine Verdienste wurde er unter anderem mit dem renommierten "In Praise of Reason Award" des CSI ausgezeichnet.
Judith Faessler
Judith Faessler (*1971 in Genf) ist Historikerin, Orientalistin und Expertin für politische und religiöse Ideologien sowie deren Auswirkungen auf demokratische Gesellschaften. Nach ihrer Schulzeit in Frankreich studierte sie Orientalistik, Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Ihre akademischen Schwerpunkte umfassen den Nahen Osten, politische Ideengeschichte sowie religiöse und gesellschaftliche Transformationsprozesse. Seit 2001 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz tätig und beschäftigt sich dort mit Fragen des demokratischen Rechtsstaats, politischem Extremismus und gesellschaftlichen Bedrohungen für freiheitliche Ordnungen.
Faessler spricht mehrere moderne und historische Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Persisch, Arabisch und Türkisch. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit engagiert sie sich öffentlich für die Verteidigung von Demokratie, Menschenrechten und einer offenen Gesellschaft. Ihre Überzeugungen sind auch von ihrer Familiengeschichte geprägt: Ihr Großvater Max Mannheimer war Holocaust-Überlebender, ihre Großmutter engagierte sich im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
Leo Igwe
Leo Igwe ist ein nigerianischer Philosoph,
Religionswissenschaftler und international anerkannter Verfechter von
Menschenrechten und Bildung. Er promovierte 2017 an der Universität
Bayreuth in Deutschland im Fach Religionswissenschaft mit einer Arbeit
über Hexenvorwürfe in Ghana. Zuletzt war er als Postdoktorand an der
Universität Kapstadt in Südafrika tätig. Derzeit leitet er die „Critical
Thinking Social Empowerment Foundation“ und setzt sich für mutmaßliche
Hexen in Nigeria ein.
Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen kritisches Denken, Religion, Humanismus, Menschenrechte sowie die Bekämpfung von Aberglauben und Hexenvorwürfen in Afrika. Er hat an der Central European University in Budapest, der Katholischen Fachhochschule in München und der Universität Kapstadt gelehrt.
Dr. Igwe ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Buchkapitel, darunter Beiträge zu „The Cambridge History of Atheism“. Er hatte mehrere internationale Führungspositionen inne, unter anderem als Vizepräsident von Humanists International, und ist weithin bekannt für sein Engagement für Vernunft, Bildung und Menschenwürde in ganz Afrika.
Meera Nanda
Meera Nanda (* 1954) ist eine indische Wissenschaftshistorikerin,
Wissenschaftsphilosophin und Autorin. Nach einem naturwissenschaftlichen Studium
promovierte sie zunächst im Bereich Biotechnologie am Indian Institute of Technology
(IIT) in Delhi und später in Science Studies am Rensselaer Polytechnic Institute in den
USA. In ihrer Laufbahn verbindet sie naturwissenschaftliche Forschung mit der Geschichte
und Philosophie der Wissenschaft.
Nanda lehrte Geschichte und Philosophie der Wissenschaft am Indian Institute of Science Education and Research (IISER) in Mohali und war später Gastwissenschaftlerin am IISER in Pune. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich vor allem mit dem Verhältnis von Wissenschaft, Religion, Politik und Gesellschaft sowie mit den Herausforderungen, denen wissenschaftliches Denken in modernen Demokratien gegenübersteht.
International bekannt wurde sie durch ihre Analysen von Pseudowissenschaft, religiösem Nationalismus, Postmodernismus und postkolonialen Wissenschaftstheorien. Zu ihren bekanntesten Büchern zählen „Prophets Facing Backward”, „The God Market”, „Science in Saffron” sowie die neueren Werke „A Field Guide to Post-Truth India” und „Postcolonial Theory and the Making of Hindu Nationalism”. Seit 2023 ist sie Fellow des Committee for Skeptical Inquiry.
Narendra Nayak
Narendra Nayak, Jahrgang 1951, ist ein indischer Biochemiker und
Pädagoge sowie einer der bekanntesten Verfechter des wissenschaftlichen
Denkens und der säkularen Aufklärung in Indien. Er studierte Chemie am
Loyola College in Madras und medizinische Biochemie am Kasturba Medical
College in Manipal. Anschließend war er in Forschung und Lehre tätig.
Von 1978 bis 2006 arbeitete er am Kasturba Medical College, zuletzt als
Assistant Professor, bevor er sich vollständig der Förderung des
wissenschaftlichen Denkens widmete.
Bereits 1976 gründete er die „Dakshina Kannada Rationalist Association” und engagierte sich in den Bereichen Verbraucherbildung, Menschenrechte und Wissenschaftskommunikation. Seit 2004 ist er Präsident der Federation of Indian Rationalist Associations (FIRA), dem nationalen Dachverband der indischen Rationalistenbewegung.
Durch Vorträge, Workshops und öffentliche Demonstrationen in ganz Indien hat er Millionen Menschen erreicht und sich insbesondere für die Bekämpfung von Aberglauben, Pseudowissenschaft und Desinformation eingesetzt. Für sein Wirken erhielt er zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen in den Bereichen Humanismus, Menschenrechte und Wissenschaftsvermittlung.
Rainer Rosenzweig
Rainer Rosenzweig ist Mathematiker, Wahrnehmungspsychologe und Wissenschaftskommunikator. Nach seinem Mathematikstudium promovierte er im Bereich der Wahrnehmungspsychologie und ist beruflich im Wissenschaftsmanagement tätig. Zudem lehrt er an der Technischen Hochschule Nürnberg. In seiner Arbeit verbindet er wissenschaftliche Forschung mit dem öffentlichen Dialog über Wahrnehmung, Erkenntnis, und kritisches Denken.
Er engagiert sich für die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse an die Gesellschaft und hat zu diesem Zweck das Institut für populärwissenschaftlichen Diskurs Kortizes gegründet, das er bis heute leitet. Kortizes bringt Wissenschaftler, Bildungsakteure und die Öffentlichkeit in einen interdisziplinären Austausch über aktuelle Fragen aus Wissenschaft, Philosophie und Gesellschaft.
Darüber hinaus engagiert sich Rosenzweig in zahlreichen Organisationen der säkular-humanistischen und wissenschaftsorientierten Zivilgesellschaft. Er ist Vorstandsmitglied im Zentralrat der Konfessionsfreien, Präsident des Humanistischen Pressedienstes (hpd) und Mitglied im Wissenschaftsrat der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP). Durch seine Lehrtätigkeit, seine publizistische Arbeit und sein vielfältiges Engagement setzt er sich für wissenschaftliche Bildung, kritisches Denken und eine aufgeklärte, offene Gesellschaft ein.
Anna Veronika Wendland
Anna Veronika Wendland (* 1966) ist eine deutsche Osteuropa- und Technikhistorikerin, Publizistin sowie Expertin für Fragen der Sicherheit, Technologie und des gesellschaftlichen Wandels. Sie wuchs in Köln auf und studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Slavistik in Köln und Kiew (Ukraine). Nach ihrer Promotion in Köln habilitierte sie sich in Marburg, wo sie heute Neuere und Neueste Geschichte lehrt.
In ihrer Forschung verbindet sie Ukrainian Studies mit Science, Technology and Society Studies. Ihre Schwerpunkte sind die Geschichte der Ukraine, Nationsbildung und Erinnerungskultur sowie die Wechselwirkungen zwischen Technologie, Gesellschaft und Sicherheit in modernen Industriegesellschaften. Besondere Aufmerksamkeit erlangte sie durch ihre Arbeiten zur Reaktorsicherheit, zur nuklearen Arbeit und zur Sicherheitskultur in komplexen technischen Systemen. Dafür arbeitete sie mehrere Jahre als Industrial Anthropologist in der europäischen Kernenergiebranche.
Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine gehört sie zu den profiliertesten deutschsprachigen Expertinnen für ukrainische Geschichte, Nuklearsicherheit und europäische Energiepolitik. Durch ihre Forschung, Publikationen und öffentliche Wissenschaftskommunikation setzt sie sich für evidenzbasierte Politik, wissenschaftliche Rationalität und die Stärkung offener, demokratischer Gesellschaften ein.
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Scientific Temper gUG
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Wir sind gemeinnützig
Laut Bescheid des Finanzamtes Darmstadt vom 5. Januar 2024 erfüllen wir die satzungsmäßigen Voraussetzungen gemäß §§ 51, 59, 60 und 61 AO für folgende gemeinnützige Zwecke:
- Wissenschaft und Forschung
- Erziehungs-, Volks- und Berufsbildung
- Umweltschutz
- Entwicklungszusammenarbeit
Spendenquittung
Für Beträge ab 300 Euro stellen wir Ihnen eine Spendenquittung aus, sofern wir Ihre E-Mail-Adresse oder Ihre Anschrift haben. Für das Finanzamt müssen Spenden bis zu 300 € nicht belegt werden. Quittungen für Beiträge unter 300 € stellen wir auf Anfrage aus.
„Wissenschaft ist mehr als ein Wissenskörper. Sie ist eine Art zu denken – eine Art, das Universum skeptisch zu hinterfragen, mit einem feinen Gespür für die Fehlbarkeit des Menschen.“
– Carl Sagan, eigene Übersetzung
Was bedeutet Scientific Temper?
Bereits im späten 19. Jahrhundert wurde Scientific Temper als eine offene, selbstkritische wissenschaftliche Haltung beschrieben:
„Eine bescheidene, aufgeschlossene Haltung – stets bereit, neues Licht, neues Wissen und neue Experimente willkommen zu heißen, selbst wenn deren Ergebnisse vorgefassten Meinungen und lang gehegten Überzeugungen widersprechen.“
– frühe Definition des Begriffs, eigene Übersetzung
Auch mehr als ein Jahrhundert später hat dieser Gedanke nichts an Aktualität verloren.
„Scientific Temper” beschreibt eine Haltung der Neugier, der intellektuellen Redlichkeit und der Offenheit gegenüber neuen Erkenntnissen. Sie ermutigt uns, Behauptungen kritisch zu prüfen, Annahmen zu hinterfragen und den besten verfügbaren Belegen zu folgen.
Der erste indische Premierminister Jawaharlal Nehru hat den Begriff weithin bekannt gemacht und ihn zu einer gesellschaftlichen Leitidee entwickelt. „Scientific Temper” verbindet die Werte der Aufklärung mit den Methoden der modernen Wissenschaft. Sie überschreitet politische, kulturelle und weltanschauliche Grenzen und schafft eine gemeinsame Grundlage für Erkenntnis, Fortschritt und Dialog.
Unsere Vision
Wir setzen uns für eine Welt ein, in der wissenschaftliches Denken, kritische Reflexion und evidenzbasierte Entscheidungen selbstverständlich sind.
Eine Welt, in der Menschen nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse kennenlernen, sondern auch lernen, verlässliches Wissen von Fehlinformationen, Pseudowissenschaft und Wunschdenken zu unterscheiden.
Eine Welt, in der Meinungsverschiedenheiten durch Argumente, Offenheit gegenüber Evidenz und die gemeinsame Suche nach der Wahrheit ausgetragen werden.
Unsere Mission
Scientific Temper fördert weltweit Wissenschaft, kritisches Denken und evidenzbasierte Bildung.
Wir unterstützen Menschen und Organisationen, die diese Werte teilen, und setzen uns für ein besseres Verständnis von Wissenschaft, rationaler Urteilsbildung und menschlichem Fortschritt ein.
Unsere Arbeit konzentriert sich auf vier miteinander verbundene Bereiche:
1. Wissenschaft und kritisches Denken
Wir stärken wissenschaftliche Bildung, kritisches Denken und die öffentliche Auseinandersetzung mit Wissenschaft durch Veranstaltungen, Veröffentlichungen sowie die Unterstützung wissenschaftlicher Untersuchungen und Projekte.
2. Bildung
Wir fördern die Entwicklung und Verbreitung wissenschaftsbasierter Lernmaterialien und Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
3. Umwelt und menschliches Wohlergehen
Wir fördern evidenzbasierte Lösungen zum Schutz von Umwelt und Klima, die zugleich menschliche Entwicklung, Wohlstand und Lebensqualität ermöglichen.
4. Globale Bildungsförderung
Wir arbeiten mit Schulen und Bildungsprojekten zusammen, die wissenschaftliche Neugier, kritisches Denken und Chancengleichheit für junge Menschen fördern.
Unser Ansatz
Offene Gesellschaften brauchen ein Umfeld, in dem Fragen willkommen sind, Zweifel ihren Platz haben und Ideen frei geprüft werden können.
Deshalb arbeitet Scientific Temper mit Bildungseinrichtungen, Wissenschaftlern, Wissenschaftskommunikatoren, humanistischen Organisationen und weiteren Partnern zusammen, die sich den Prinzipien von Vernunft, Evidenz und offener Diskussion verpflichtet fühlen.
Wir stärken wissenschaftliches Denken dort, wo es langfristig die größte Wirkung entfalten kann: im Bildungsbereich, durch internationale Zusammenarbeit und praxisorientierte Bildungsprojekte. Wir verstehen unser Engagement als Ergänzung und Unterstützung bestehender Initiativen, die sich für die Wissenschaft, die Werte der Aufklärung und kritisches Denken einsetzen.
Ein persönliches Wort
„Ich bin überzeugt, dass Scientific Temper mehr ist als ein Begriff. Es ist eine Haltung, die unsere Gesellschaften dringend brauchen. Indem wir Bildung, kritisches Denken und offene Debatten fördern, können wir zu einer Zukunft beitragen, die auf Vernunft, Evidenz und Dialog beruht.“
– Amardeo Sarma, Geschäftsführer, Scientific Temper
Junge Menschen durch wissenschaftlich fundiertes Lernen befähigen.
Wissenschaft ist mehr als nur Fakten – sie ist eine Denkweise.
Wir fördern kritisches Denken und wissenschaftsbasierte Bildung durch konkrete Projekte, Kooperationen und frei zugängliche Inhalte. Unser Ziel ist es, Menschen dazu zu befähigen, Informationen kritisch zu hinterfragen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Unsere aktuellen Bildungsprojekte
Wissenschaftliches Denken beginnt in der Schule. Deshalb entwickeln und fördern wir Bildungsangebote, die wissenschaftliches Denken und selbstbestimmtes Handeln von klein auf stärken.
Uganda – Kasese Humanist School

Wir unterstützen die Kasese Humanist School, eine der ersten explizit humanistischen Schulgemeinschaften Ostafrikas. Unser Schwerpunkt liegt in der Unterstützung der drei Wissenschaftswochen (Science Weeks). Die erste im Jahr 2026 fand bereits vom 16. bis 20. März mit unserer Unterstützung statt. Zwei weitere folgen in diesem Jahr.
Deutschland – „Mein Kopf gehört mir“ (Start 2026)

In Deutschland unterstützen wir die Entwicklung einer neuen Schulinitiative, die auf kritischem Denken, naturwissenschaftlicher Bildung und Widerstandsfähigkeit gegen Falschinformationen basiert. Das Projekt ermöglicht:
- die Entwicklung von Lehrplänen gemeinsam mit Pädagogen und Experten
- Unterrichtsmaterialien und Workshops
- eine landesweite Öffentlichkeitsarbeit im Jahr 2026
🔬 Warum Ihre Unterstützung wichtig ist
Unterstützen Sie unsere Arbeit, die Generation der Zukunft zu kritischem Denken und selbständigen Handeln zu befähigen. Um tolerante und wissensbasierte Gemeinschaften aufzubauen.
Ihre Spende hat bereits dazu beigetragen, vergangene Wissenschaftswochen zu ermöglichen. Alle Spenden fließen bis auf Weiteres in unsere Bildungsprojekte.
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Die wissenschaftliche Haltung (Scientific Temper) wurde bereits 1898 definiert als "eine bescheidene, aufgeschlossene Haltung - eine Haltung, die stets bereit ist, neues Licht, neue Erkenntnisse, neue Experimente aufzunehmen, auch wenn deren Ergebnisse vorgefasste Meinungen und lang gehegte Theorien in Frage stellen".
Mit dieser Einstellung fördern wir Wissenschaft, Aufklärung und die Trennung verlässlicher Erkenntnisse von Irrtümern, die einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhalten.
Die Wissenschaft bringt uns immer wieder erstaunliche neue Erkenntnisse und liefert uns die Mittel, unser Leben zu verbessern. Gleichzeitig wird sie auch angegriffen und relativiert. Fake News, Nichtwissenschaft und Pseudowissenschaft sind nicht immer leicht zu erkennen.
Wir sehen dieses Spannungsfeld als Herausforderung und wollen gleichzeitig zu einer besseren wissenschaftsorientieren Bildung von Anfang an beitragen.
Wir ergänzen, erweitern und unterstützen wissenschaftsorientierte Personen und Organisationen mit ähnlichen Zielen. Dazu gehören Bildungseinrichtungen und Schulen, Organisationen der Skeptikerbewegung, wissenschaftsorientierte NGOs wie WePlanet sowie säkulare und humanistische Organisationen.
Vier zentrale Bereiche
Scientific Temper wird in vier sich teilweise überschneidenden Bereichen tätig werden:
- Wissenschaft und kritisches Denken durch Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Forschung,
- Bildung, insbesondere durch die Erstellung von wissenschaftlich fundiertem Informationsmaterial und direktem Unterricht,
- wissenschaftlich fundierte Informationen und Studien, die auf eine nachhaltige Umwelt abzielen und gleichzeitig die Entwicklung und das Wohlergehen der Menschen gewährleisten,
- globale Unterstützung für Schulen, die eine wissenschaftsbasierte Bildung fördern.
Das Team
Amardeo Sarma, Geschäftsführer
Amardeo Sarma ist Ingenieur mit Abschlüssen in Elektrotechnik vom IIT Delhi und der TU Darmstadt und ist seit Mitte der 1980er Jahre in der Skeptikerbewegung aktiv. Er ist Mitbegründer von GWUP, ECSO, WePlanet und der SDL Forum Society. Er setzt sich für Wissenschaft und kritisches Denken ein und hat in letzter Zeit verstärkt über die globale Erwärmung, rationale Lösungen und die Bekämpfung von Mythen über die Kernenergie geschrieben. Außerdem hat er über das Grabtuch von Turin, die Historizität Jesu, die moderne Landwirtschaft und die Homöopathie geschrieben. Er koordinierte 1991 den ersten Wünschelrutenversuch der GWUP, veröffentlichte die Ergebnisse in Skeptiker und geriet mit Parapsychologen aneinander. Er war Mitbegründer des Vereins Ökomoderne e. V., heute eine deutschsprachige Sektion von WePlanet. Im Jahr 2023 gründete er zusammen mit zwei anderen die gemeinnützige Gesellschaft Scientific Temper gUG (haftungsbeschränkt), die wissenschaftliches Denken, Bildung, insbesondere in Schulen weltweit, und rationale Lösungen für anstehende Probleme fördert. Beruflich hat er in den Bereichen Telekommunikation, Spezifikationssprachen und Sicherheit gearbeitet. Amardeo war bis 2023 General Manager der NEC Laboratories GmbH und ist nun Geschäftsführer von Scientific Temper. Er ist seit 45 Jahren Mitglied der SPD.
Manfred Körkel, Gesellschafter
Dr. Manfred Feodor Körkel studierte Nachrichtentechnik an der Technischen Hochschule Darmstadt und ein Semester Musiktheorie bei Johannes Fritsch an der Akademie für Tonkunst. Er promovierte über ein schwer lösbares mathematisches Entscheidungsproblem. Er arbeitet seit Mitte der 80er Jahre mit Amardeo Sarma in der Skeptikerbewegung zusammen und ist Gründungsmitglied der GWUP. Feodor hatte das Glück, beim GWUP-Wünschelrutentest 1990 in Kassel auch mit James Randi zusammenarbeiten zu dürfen. Er recherchierte zu falschen Theorien über die ägyptischen Pyramiden. Neben seinem naturwissenschaftlichen Interesse nahm er seit 1978 regelmäßig an musikwissenschaftlichen Tagungen teil. Sein besonderes Interesse gilt den Grundlagen der evolutionären Kognition und der Erkenntnistheorie. Beruflich war Feodor in der Telekommunikationsbranche mit der algorithmischen Behandlung schwieriger mathematischer Optimierungsprobleme befasst. Feodor vertritt eine links-liberal universalistische Haltung.
Hans Ajiet Holtkamp, Gesellschafter
Hans Ajiet Holtkamp ist Diplom-Physiker, seit 1995 Geschäftsführer der disynet GmbH und Mitbegründer der GWUP, des WePlanet DACH. e.V. (vormals Ökomoderne e.V.) und jetzt der Scientific Temper gUG. Seit seinem Besuch der Experimentalphysik-Vorlesung von Prof. Heinloth 1984 (Enquete-Kommission "Schutz der Erdatmosphäre" des Deutschen Bundestages) versucht er auf die Gefahren des anthropogenen Klimawandels aufmerksam zu machen. 1986 schrieb er zwei Artikel über den Klimawandel für die Zeitschrift "Stör-Operator" der Fachschaft Physik in Bonn. Mitglied der Partei der Humanisten wurde er kurz nach deren Gründung 2014, um fakten- und evidenzbasierter Politik eine Chance zu geben. Er war zeitweise Mitglied im Bundes- und Landesvorstand und kandidierte für die Partei der Humanisten für den Landesverband NRW zur Bundestagswahl 2017. Er war Autor/Mitautor der ersten Positionspapiere der Partei zu Kernenergie/Klima. Der Universalismus und der universalistische Anspruch der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 liegen ihm besonders am Herzen.
Luke Jakob, Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Luke Jakob ist Psychologe mit einem Masterabschluss der Justus-Liebig-Universität Gießen im Bereich Kognitionspsychologie. In seiner Masterarbeit beschäftigte er sich mit der Wahrnehmung, Verbreitung und emotionalen Bewertung von Fake News sowie mit präventiven Ansätzen zur Eindämmung von Desinformation. Sein besonderes Interesse gilt den kognitiven Mechanismen, die Polarisierung, Wissenschaftsskepsis, Radikalisierung und Verschwörungsmentalität begünstigen – und der Frage, inwiefern kritisches Denken als Schutzfaktor oder als Instrument zur Deradikalisierung wirken kann. Darüber hinaus interessiert er sich für interdisziplinäre wissenschaftliche Fragestellungen und engagiert sich für eine verständliche und evidenzbasierte Wissenschaftskommunikation. Seit März 2025 ist er Teil von Scientific Temper, um sich für eine aufgeklärte, wissenschaftsfreundliche und humanistische Gesellschaft einzusetzen.
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