Die Wissenschaftswoche in Aktion
Unter dem Motto „Wissenschaft für eine nachhaltige Zukunft“ findet in der Woche vom 28. September bis zum 2. Oktober die dritte von Scientific Temper unterstützte Science Week dieses Jahres an der Kasese Humanist School in Kasese, Uganda, statt.

Wie Schulleiter Robert Bwambale Musubaho berichtet, begann die Science Week mit einer Einführung in ihre Ziele und die Grundprinzipien wissenschaftlichen Arbeitens. Die Schüler beschäftigten sich mit wissenschaftlicher Sprache und Terminologie und lernten anschließend, wie ein Projekt geplant und umgesetzt wird. Dazu gehörten die Formulierung von Zielen, die Untersuchung von Stärken und Schwächen, der Umgang mit Einschränkungen und Risiken sowie die Datenerhebung, Umsetzung und Vermarktung.

Am zweiten Tag standen das Lesen von Karten, das Bestimmen von Koordinaten sowie die Nutzung von GPS und dessen praktische Anwendungen auf dem Programm. Am dritten Tag befassten sich die Schüler zunächst mit verschiedenen mathematischen Fragestellungen und Konzepten.
Danach folgten mehrere praxisorientierte Experimente. Die Schüler stellten organischen Dünger her und untersuchten, wie dieser die Bodenfruchtbarkeit und die Ernteerträge verbessern kann, ohne die im Boden lebenden Mikroorganismen unnötig zu schädigen. In einem weiteren Versuch erforschten sie den Einfluss der Temperatur auf die Diffusion und stellten einen Bezug zur Ausbreitung von Schadstoffen her. Außerdem führten sie mit einer Balkenwaage ein Experiment zum Hookeschen Gesetz der Elastizität durch.
Für den folgenden Tag waren praktische Übungen und Experimente aus dem Bereich der Chemie vorgesehen. Den Abschluss der Woche sollte eine Baumpflanzaktion auf dem Schulgelände bilden. Dabei sollten die Schüler weitere Bäume pflanzen, die schuleigenen Baumschulen kennenlernen und mehr über den sachgerechten Umgang mit Böden erfahren.
Während der Science Week erhalten alle Schüler und Lehrer ein kostenloses Frühstück. Die beteiligten Lehrer erhalten zudem eine Aufwandsentschädigung.
Warum die Schule auf Science Weeks setzt
Doch welche langfristigen Ziele verbindet die Schule mit den regelmäßig stattfindenden Science Weeks? Dazu fragten wir den Schulleiter Robert Bwambale Musubaho. Er antwortete:
"An der Kasese Municipal High Humanist School organisieren wir Science Weeks, um die Schüler dazu anzuregen, Wissenschaft wertzuschätzen, kritisches Denken zu entwickeln und zu verstehen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse zur Bewältigung konkreter Herausforderungen in ihren Gemeinden beitragen können. Wir geben ihnen damit die Möglichkeit, Experimente durchzuführen, Fragen zu stellen, Ideen zu untersuchen und praktische Lösungen zu entwickeln, die auf Fakten und logischen Überlegungen beruhen.
Wir wollen Neugier, Kreativität, Innovationsfreude und Selbstvertrauen bei unseren Schülern fördern. Zugleich möchten wir sie dazu ermutigen, eine Laufbahn in den Bereichen Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurwesen oder Mathematik einzuschlagen. Damit wollen wir zu einer Generation junger Menschen beitragen, die Wissenschaft und humanistische Werte nutzt, um ihre Gemeinden weiterzuentwickeln, die Umwelt zu schützen und eine gesündere, nachhaltigere und wohlhabendere Zukunft zu gestalten."
Über Uganda hinaus
Wir von Scientific Temper sind überzeugt, dass dieses Bildungsprojekt weit über die unmittelbare Umgebung der Schule hinaus Bedeutung besitzt. Es zeigt beispielhaft, wie wissenschaftliche Bildung, praktisches Lernen und humanistische Werte miteinander verbunden werden können. Die jungen Menschen, die hier Neugier, kritisches Denken und Eigeninitiative entwickeln, können künftig nicht nur die Entwicklung ihrer Gemeinden und Ugandas mitgestalten, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus Wirkung entfalten.
Nach der Unterstützung der früherer Science Weeks hat Scientific Temper in diesem Jahr alle drei Veranstaltungen gefördert. Berichte über frühere Science Weeks haben wir hier zusammengestellt.
Wir freuen uns darauf, diese erfolgreiche Partnerschaft mit der Schule im kommenden Jahr fortzuführen und darüber zu berichten.
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